Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung

Vorbereitungskurs auf die externe staatliche Prüfung 

 

 

Wer die in seinem Bescheid von der Bezirksregierung aufgeführten schulischen und/oder praktischen Ausbildungsteile nicht nachqualifizierten möchte und sich stattdessen direkt zur externen Kenntnisprüfung anmelden möchte, für den ist unser Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung genau das Richtige.

 

Wir haben jahrelangen Erfolg in der Schulung im Bereich Nachqualifikation. Daraus wurde dieser Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung konzipiert, an dem alle mit ausländischer Qualifikation zum Physiotherapeut bzw. zur Physiotherapeutin teilnehmen können.

Das Besondere: Dieser Lehrgang ist bei der Bezirksregierung in dieser Form nur von uns beantragt und für die Präha Gesundheitsschulen genehmigt worden.

Ansprechpartnerin

Maximiliana Zwanzig-Siebke
m.zwanzig-siebke@praeha.de

Dez
15
Mi
18:00 Info-Abend Düsseldorf
Info-Abend Düsseldorf
Dez 15 um 18:00 – 20:00
Liebe Interessentin, lieber Interessent, Wir freuen uns Euch wieder in unseren Räumlichkeiten empfangen und beraten zu dürfen, selbstverständlich unter Beachtung der „3G-Regel“. (Getestet, Genesen, Geimpft) Die Hygienevorschriften (FFP-2 Masken, Händedesinfektion und Abstand) sind beim Betreten … „Info-Abend Düsseldorf“ weiterlesen

Dauer des Vorbereitungskurses zur Kenntnisprüfung

Der Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung umfasst 450 Stunden Unterricht bei einer 30 Stunden Woche. Pro Woche sind zusätzlich dazu 10 Stunden Selbstlernzeit vorgesehen.

 

Beginn

Ein Vorbereitungskurs startet, wenn 10 TN zusammengekommen sind

 

Standort

Düsseldorf

 

Abschluss

Berufsanerkennung als Physiotherapeut*in in Deutschland

Der Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung bereitet die Teilnehmer*innen in 450 UE auf die Kenntnisprüfung entsprechend §21b der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten (PhysTh-APrV) vor. Die Inhalte des Unterrichts entsprechen den Fächergruppen, welche im Rahmen der Kenntnisprüfung geprüft werden:

  1. Berufs- und Gesetzeskunde
  2. Physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken
  3. Massagetherapie; Elektro-, Licht-, Strahlentherapie; Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie
  4. Anatomie, Physiologie und spezielle Krankheitslehre

 

Ablauf des Vorbereitungskurses

Der Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung umfasst 450 Stunden Unterricht bei einer 30 Stunden Woche. Pro Woche sind zusätzlich dazu 10 Stunden Selbstlernzeit vorgesehen, sodass Unterricht vor- und nachbereitet werden kann. Vom TN wird eine sehr eigenständige Arbeitsweise und bereits sehr gute Vorkenntnisse erwartet. Für das Eigenstudium und die Selbstprüfung der vorhandenen Kenntnisse werden umfangreiche Materialien auf der Präha Moodle Lernplatform bereitgestellt. Der Lehrgang dauert 16 Wochen inkl. Prüfungsterminen.

Der Unterricht findet sowohl als Präsenzveranstaltung, als auch digital über MS Office (Teams) statt. Vor allem die Fächer Berufs- und Gesetzeskunde, Anatomie, Physiologie und spezielle Krankheitslehre werden als digitale Lehrveranstaltung angeboten.

Vorbereitung auf die praktische Prüfung

Um die Teilnehmer*innen auf die praktische Prüfung vorzubereiten, finden regelmäßig im Rahmen des praktischen Unterrichts (physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken sowie spezielle Krankheitslehre) sog. MiniClinics statt. Diese finden entweder in den Räumlichkeiten der Präha Gesundheitsschulen oder einem Kooperationspartner statt. Anhand eines*r Simulationspatienten*in oder echten Patienten*in wird der Clinical Reasoning Prozess mit den Teilnehmer*innen praktisch durchgeführt. Dabei übernehmen möglichst viele Teilnehmer*innen eine aktive Rolle. Z.B. führen je 2 Teilnehmer*innen die Anamnese mit dem*r Patient*in durch, die Basisfunktionsuntersuchung (BFU), spezifische Tests usw.. Nach jedem Schritt wird mit der gesamten Gruppe der jeweilige Schritt im Clinical Reasoning Prozess reflektiert und gemeinsam Hypothesen erstellt, falsifiziert oder bestätigt. Der Befund wird gemeinsam verschriftlicht, sodass die Teilnehmer*innen das Befund Formular der Präha Gesundheitsschulen kennenlernen. Nach dem Befund werden mit dem*r Patient*in Therapieziele formuliert, ein Therapieplan erstellt und eine beispielhafte Behandlung durchgeführt (von 2 Teilnehmer*innen).

Alle Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen auch in dem nicht aktiven Teil der MiniClinic aufmerksam am Prozess teilzunehmen und ggf. Elemente zu ergänzen, wenn die beiden aktiven Teilnehmer*innen Dinge vergessen haben (z.B. Fragen in der Anamnese ergänzen).

Der gesamte Prozess wird von einem*in Fachlehrer*in der Präha Gesundheitsschulen begleitet und am Ende reflektiert.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Wort und Schrift
  • Nachweis des Herkunftsstaates über die Ausbildung oder der Nachweis einer Behörde dieses Staates, in der bescheinigt wird, dass die Voraussetzungen des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes erfüllt sind
  • Schriftlicher Bescheid der Bezirksregierung Münster

Kosten

Die Lehrgangsgebühren betragen 3.150,- €

Prüfungsgebühren: Theoretischer Teil 75,- €

Je praktischem Prüfungsteil 100,- €

Die Finanzierung erfolgt über eigene Mittel des*r Teilnehmers*in oder ggf. besteht auch die Möglichkeit über eine Finanzierung aus öffentlichen Mitteln, zu beantragen über das Q-Netzwerk. Zu den Möglichkeiten beraten wir Sie gerne.

Prüfung

  • Die jeweiligen Fachbereiche des Anpassungslehrgangs werden geprüft.
  • Bei Nichtbestehen wird gegebenenfalls über eine Verlängerung entschieden, Prüfungen werden wiederholt.

 

Die Anmeldung der Kenntnisprüfung durch die Präha Gesundheitsschulen erfolgt über ein eigenes Anmeldeformular.

Die Kenntnisprüfung besteht aus zwei Teilen. Der theoretische Teil der Prüfung bezieht sich auf die Inhalte des schulischen Unterrichts, welche im Rahmen des Vorbereitungskurses vermittelt wurden. Der praktische Teil der Prüfung ist eine Performanzprüfung in einem Krankenhaus oder anderer geeigneten Einrichtung mit breitem Behandlungsspektrum.

 

Prüfungsausschuss:

Prüfungskommission setzt sich wie folgt zusammen:

  • Fachlich geeignete*r Vertreter*in der Bezirksregierung Münster (Prüfungsvorsitz)
  • Zwei Fachprüfer*innen der Präha Gesundheitsschulen, davon mindestens ein Medizinpädagoge*in oder Ärztin/Arzt

 

Theoretischer Teil (Schule)

Der theoretische Teil der Kenntnisprüfung dauert mindestens 15 und maximal 60 Minuten.

Das Datum der Kenntnisprüfung wird spätestens 8-10 Wochen vor dem Termin anhand des Formulars „Anmeldung einer Eignungs- oder Kenntnisprüfung bei der Bezirksregierung Münster Dez. 24-PuG“ mit der Bezirksregierung Münster vereinbart. 3 Monate vor dem Termin werden die Fallbeispiele inkl. Leitfragen und dem Erwartungshorizont bei der Bezirksregierung Münster eingereicht. Es werden so viele Fallbeispiele eingereicht wie Prüflinge angemeldet werden +1.

Der Prüfling hat 30 Minuten Vorbereitungszeit. Die Vorbereitungszeit findet in einem Nebenraum statt und wird von einer*m Fachlehrer*in überwacht. Anschließend beginnt das Prüfungsgespräch. Das Prüfungsgespräch wird von einem Protokollanten (Angestellte*r der Präha Gesundheitsschulen) protokolliert.

 

Bewertung und Dokumentation der mündlichen Prüfung

Nach der Prüfung entscheidet die Prüfungskommission darüber, ob die Prüfung bestanden oder nicht bestanden ist. Sollten sich die Fachprüfer nicht einig sein, ob die Prüfung bestanden ist, entscheidet der Prüfungsvorsitzende der Bezirksregierung Münster darüber. Aus der Niederschrift sollen die o.g. Prüfungsaufgaben ersichtlich werden. Gestellte Fragen und die jeweiligen Antworten sollten dort ebenfalls dokumentiert werden. Alle Unterlagen, Belehrungen, Arbeitsblätter und Protokolle werden nach der Prüfung im Original an die Bezirksregierung Münster gegeben.

 

Praktischer Teil:

Jedes Fach, in welchem im Zwischenbescheid der Bezirksregierung ein Defizit festgestellt wurde, muss am Ende des Lehrgangs mit einer praktischen Prüfung abgeschlossen werden. Maximal jedoch werden hier 7 praktische Prüfungen durchgeführt.

Die Durchführung der praktischen Prüfung orientiert sich maßgeblich an dem regulären Staatsexamen Physiotherapie Deutschland. Der Prüfling hat 90 -120 Minuten Zeit für die jeweilige praktische Prüfung.  

Der Prüfling bringt seine Messinstrumente (Maßband, Goniometer) und Schreibgeräte selber mit.

Alle Unterlagen, Belehrungen, Therapieplanungen und Protokolle werden nach der Prüfung im Original an den*die Sacharbeiter*in der Bezirksregierung Münster gegeben.

 

PT- Untersuchung und Verschriftlichung des Befundes  

In den ersten 60 Minuten ist der Prüfling mit der*m Patientin*en alleine und führt in dieser Zeit die Anamnese, die physiotherapeutische Untersuchung und die Verschriftlichung des Befundes durch. Für den Befund wird das Präha Formular genutzt. Es liegt in der Verantwortung und Einschätzung des Prüflings den*die Patientin*en dabei so zu belasten, dass er*sie für die Vorbehandlung im Anschluss noch ausreichend Kapazitäten besitzt.  

Dabei müssen alle in der Einrichtung vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Das Einhalten der Hygienemaßnahmen ist Prüfungsrelevant. Die Lehrkräfte informieren vor der Prüfung über die relevanten Maßnahmen in Bezug auf Covid 19, ansonsten gelten alle gängigen Maßnahmen. 

 

 

Vorbehandlung  

In den anschließenden 30 Minuten stellt der Prüfling den*die Patienten*in stichpunktartig vor, gibt einen Überblick über die geplante Behandlung inkl. dem Ziel der Behandlung und wie das Erreichen des Ziels überprüft werden kann, und führt diese im Beisein der zwei Prüfer*innen (Fachlehrer*innen der Schule) durch. Auch hierbei gilt es alle Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Sollte eine Situation entstehen, in der die Prüfer*innen eine Gefährdung der*s Patientin*en befürchten müssen, so sind sie verpflichtet in die Prüfung einzugreifen. Dies kann auch zu einem vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen und ein nicht Bestehen der Prüfung nach sich ziehen.  

Fachliche Fragen des Prüflings an die Prüfer*innen sind nicht erlaubt. Gerne kann der Prüfling während der Behandlung erklären was er*sie macht und dies erläutern. Dies darf aber nicht die Kommunikation mit der*m Patientin*en oder die Durchführung der Maßnahmen negativ beeinflussen.  

Die Behandlung muss nach 30 Minuten beendet sein (beendet ist sie, wenn der*die Patient*in den Raum wieder verlassen hat, bzw. wieder im Bett o.ä. liegt).  

Die Prüfer*innen haben die Möglichkeit dem Prüfling nach der Prüfung noch Fragen zu seinem Befund und seiner Behandlung zu stellen und dem Prüfling Raum für eine Reflexion zu geben (max. 15 Minuten).

 

Bewertungskriterien der Behandlung sind u.a.:  

  • Der Prüfling zeigt eine angemessene Bodymechanik (ASTE Therapeut, ASTE Patient).  
  • Das Clinical reasoning und die Interpretationen des Prüflings sind sinnvoll und angemessen.  
  • Der Prüfling zeigt, dass er fachliche Theoriekenntnisse anwenden kann.  
  • Der Prüfling wählt adäquate Maßnahmen für das Problem des*s Patientin*en.  
  • Der Prüfling zeigt angemessene und sinnvolle Techniken bzw. korrektes Handling am Patienten.  
  • Die Grifftechniken des Prüflings sind korrekt.  
  • Der Prüfling dosiert die Maßnahmen angemessen bezogen auf das Problem der*s Patienten*in.  
  • Die Kommunikation des Prüflings mit der*m Patientin*en ist angemessen.  

  

Bewertung und Dokumentation

Nach der Prüfung entscheiden die beiden Fachprüfer*innen darüber, ob die Prüfung bestanden oder nicht bestanden ist. Über die praktischen Prüfungen muss eine stichwortartige Niederschrift geführt werden. Aus der Niederschrift sollen die o.g. Prüfungsaufgaben ersichtlich werden. Gestellte Fragen und die jeweiligen Antworten sollten dort ebenfalls dokumentiert werden. Der Prüfling wird erst nach Durchführung aller praktischen Prüfungen darüber informiert, welche der Prüfungen bestanden oder nicht bestanden sind.

Wenn alle Vorbehandlungen durchgeführt wurden, werden die Niederschriften im Original von der Schule an die*den Sachbearbeiter*in der Bezirksregierung Münster übermittelt.

 

Umgang mit nicht bestandenen Kenntnisprüfungen

Bei Nichtbestehen besteht die Möglichkeit jeden Teil der Prüfung einmal zu

wiederholen. Dabei muss der mündliche Teil in Gänze wiederholt werden und für die

praktische Prüfung der jeweilig nicht bestandene praktische Teil.