Jubiläumsfeier DGymB und BBGS

Veröffentlicht am Juli 14, 2015 Veröffentlicht in Weber-Schule

Zwei Verbände, die bewegen, haben am 13./14. November in den Räumen des Berufskollegs Weber-Schule in Düsseldorf ein lebendiges Jubiläum gefeiert: Der Deutscher Gymnastikbund e.V. (DGymB) wurde 90 Jahre, der Bundesverband der Berufsfachschulen für Gymnastik und Sport (BBGS) 60 Jahre alt. Unter dem Motto „Wir bewegen auch in Zukunft – denn wir sind die Bewegungsprofis“ war ein großes Programm auf die Beine gestellt worden.

Im Rahmen einer Convention konnten die 120 Teilnehmer unter Kursen zu den Gebieten Tanz, Inklusion, neue Fitness-Trends, Entspannungsmethoden, Psychosomatik und Sportmedizin wählen. Es gab viele positive Rückmeldungen: Gelobt wurden vor allem die humorvolle, freundliche Atmosphäre und die hohe Fachkompetenz der Dozenten, berichtete Susanne Schwalbe, 1. Vorsitzende des BBGS und Leitung der Weber-Schule Düsseldorf.

Den Festakt am ersten Jubiläumstag eröffnete das inklusive Tanzduo Corinna Mindt und Nele Buchholz mit ihrer ausdrucksstarken Performance „Rosa sieht rot“. Auch der folgende Festvortrag von Professor Dr. Johannes Michalak griff mit der Thematik „Achtsamkeit, Körper und psychische Gesundheit“ das Thema Inklusion auf. „Interessant war, wie Prof. Michalak in seinen Vortrag das Berufsbild Gymnastiklehrer und das Thema Bewegung einbezogen hat“, so Schwalbe.
Anschließend gab es Vorführungen von Schülern einiger Mitgliedsschulen. „Ob mit viel Power, lyrisch oder aus dem darstellerischen Bereich – diese Vorführungen haben die Vielfalt der Gymnastiklehrerausbildung gezeigt“, unterstrich Schwalbe.

Eine Überraschung hielt Friederike Röhr, 1. Vorsitzende des DGymB, bereit: Sie verlieh den Mitgliedsschulen und den anwesenden Gymnastiklehrern das DGymB-Gütesiegel.

Wichtig war den Teilnehmern die Gelegenheit zum fachkompetenten Austausch. „Die Kommunikation untereinander war hervorragend. Es waren wichtige Gespräche, die Dinge auf den Weg bringen können“, berichtete Friederike Röhr. Das war nicht immer so. Nach Diskrepanzen haben die beiden Verbände seit 2012 die Chance genutzt, wieder zusammen zu kommen und berufspolitische Ziele voranzutreiben.

Diesbezüglich gibt es einiges zu tun: „Die Gymnastik im 21. Jahrhundert hat ihr Ziel der umfänglichen, auf Einheit von Denken und Fühlen angelegten Körperbildung noch nicht erreicht. Sie hat aber zusammen mit anderen aus dem Mainstream fallenden Denkansätzen nichts an ihrer Bedeutung verloren. Deshalb ist es wichtig, dass die beiden Verbände sich weiter für ihre Verankerung in unseren Bildungseinrichtungen einsetzen: In jeden Kindergarten, in jede Grundschule gehört eine Gymnastiklehrerin oder ein Gymnastiklehrer“, so Frank Kegler (Landessportbund Berlin) in seinem Grußwort. Umso mehr sei die Berufsgruppe des Gymnastiklehrers gefragt, sich den gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen zu stellen, bekräftigte Susanne Schwalbe: „Organisiert im ältesten Berufsverband Deutschlands, dem DGymB, und dem Bundesverband der Ausbildungsschulen Gymnastik und Sport nehmen sich die Ausbildungen immer wieder neu dieser Herausforderung an, um ein im Sinne des Sich-bewegen-lernens ganzheitlich orientierten Bewegungsunterricht zu gestalten“.